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Presse
2004/2005
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Froschkönig |
Mittwoch, 09. Februar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
Garden, Guggen, Gartenzwerge
Beobachtet von Ihrer Ellwanger SchwäPo-Redaktion - Fotos: Peter Hageneder
Zwar
wurden die Füße etwas klamm, dafür aber lachte
prächtig blauer Himmel über den auf gut 20 000 geschätzten
Zuschauern gestern Nachmittag in Ellwangen. |

Rassige Schöne aus Röhlingen.
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Ein wunderschöner gelber Farbtupfer war die erstaunlich
große
Gruppe des Rindelbacher Kindergartens. An die 20 000
Zuschauer säumten
die
Straßen.
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Der fast zwei Stunden dauernde Fasnachtsumzug, wie immer angeführt von der
NaPo, präsentierte sich in diesem Jahr mit weniger großen Wagen, dafür
mit umso einfallsreicheren, bunten Fußgruppen, die närrisch aufgedreht
die Zaungäste miteinbezogen und auch viel Szenenapplaus erhielten. Und genau
das macht unsere Fasnacht ja so lebendig.
Diese Gruppen waren zudem nicht immer klein: Zwar huschten auch einige Solisten
und Duos mit, doch brachten es andere auf überaus beachtliche Teilnehmerzahlen.
Es mangelte daneben weder an Guggen noch an anderen närrischen Musikgruppen,
und der Einfallsreichtum war groß. |

Ein monströser Drache folgte feurigen Männlein und Weiblein.
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Das Moulin Rouge kam aus Schreza.
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Ein echter Hingucker war der deutsche Achter mit Steuermann, der Marien- und
Spitalstraße kraftvoll durchpflügte, und auch das mit nicht durchweg
ganz echten Damen besetzte Moulin Rouge war beachtlich.
Doch eine detaillierte Aufzählung all der Teilnehmer wäre müßig,
zumal man in der heuer großen Zahl von Umzügen im Virngrund das ein
oder andere bereits gesehen hatte. Der Umzug in Ellwangen führte sie nun
zu guter Letzt aber noch einmal zusammen - bevor der Aschermittwoch graute. |
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Mittwoch, 09. Februar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
RÖHLINGER SECHTA NARREN / Das wilde Heer verurteilt Röhlingens
Schädlinge
Bitter: Arbeitslager für Verena Kiedaisch
Gestern standen mehrere Röhlinger Bürger und die Citymanagerin
Verena Kiedaisch als Hauptangeklagte vor dem Narrengericht der RöSeNa.
Die Vergehen, die ihnen zur Last gelegt wurden, waren schwer.
ELLWANGEN-RÖHLINGEN Unter dem Vorsitz von Richter "Gnadenlos" Peter
Müller tagte gestern wieder das Narrengericht der Röhlinger
Sechtanarren. Bereits in den frühen Morgenstunden waren die ersten
Röhlinger Bürger zum Narrenstall geeilt, um sich die besten
Plätze zu sichern. Da der Gerichtssaal in kurzer Zeit überfüllt
war, wurde das Schauspiel per Video in den Nebenraum übertragen,
der ebenfalls bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Nachdem seit geraumer Zeit neben den Einheimischen auch ein Mitglied
der Verwaltung vor dem Gericht steht, bekundete der Staatsanwalt des "Wilden
Heeres", Peter Bauer, die Absicht, das Gericht künftig in Ellwangen
auf dem Galgenberg tagen zu lassen, um die Vollstreckungen unmittelbar
nach der Urteilsverkündung gleich vor Ort vornehmen zu können.
Ellwangens Citymanagerin Verena "Mademoiselle createur de card de
ville" Kiedaisch saß danach recht verschüchtert auf der
Anklagebank. Bereits als ihr Name verlesen wurde, schallten Zwischenrufe
wie "schuldig", "aufhängen" und "verbrennen" durch
den Saal. Der Richter stellte einleitend fest, dass Kiedaisch alles,
was die Röhlinger lieb gewonnen hätten, rücksichtslos
in den Fundamenten demontiere. Bauer hielt der Citymanagerin vor, in
einer "Supermeiersparaktion" den Tod des Ellwanger Frühlingsfestes
beschlossen zu haben. Damit habe sie den Röhlinger Zeltverleih Gerold
in den Ruin getrieben und gleichzeitig den Musikverein verdursten lassen.
Ferner nage der Wenczels-Beck, der am Weihnachtsmarkt keinen Glühwein
verkaufen durfte, am Hungertuch. Mit ihrer Idee, die Pferdetage am Schutzengelsfest
abzuhalten, habe sie obendrein die Neunheimer um ihren Nationalfeiertag
gebracht.
Der Verteidiger Ludwig Kurz brachte zur Verteidigung vor, dass seine
Mandantin am Kalten Markt Kutteln gegessen habe und zählte ihre "guten
Taten" auf: die Eröffnung einer netten Toilette. Er plädierte
auf Freispruch.
Kiedaisch versuchte noch, das Gericht mit einer Kiste Düsseldorfer
Altbier milde zu stimmen. Allein es nutzte nichts. Das Urteil lautete:
Zwei Stunden Arbeitslager beim nächsten Feuerwehrfest.
Verurteilt wurden auch Philipp Thorwart, der Vorsitzende des Musikvereins.
Er habe den Erfolg der Gewerbeschau gefährdet, weil er Weihnachtsdekoration
aufhängte. Blamage für das Dorf, Gefährdung des Mittelstands.
Das Urteil: er muss ein Autokino veranstalten.
Der Feuerwehr-Kommandant Josef Kling habe sich das einzige Großfeuer
der vergangenen Jahre von der Ellwanger Wehr wegschnappen lassen. Alkoholexzesse
und verbotenes Glücksspiel wurden "D'Magde und D'Betha" vom "Grünen
Baum" vorgehalten. Sie wurden frei gesprochen. Franz Schwarz, Elferrat
der Rösena, habe am 11.11. versagt. Seine mitgebrachten Böller
ließen sich nicht zünden, deshalb musste er eine Kiste Sekt
zahlen. |

Das Gericht des "Wilden Heeres" Peter Müller, Ludwig
Kurz
und Peter Bauer (von links) ließ keine Gnade walten.
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Verena Kiedaisch
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Philipp Thorwart
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Die "Zöbinger Liebesdrachen" verschenkten
Küsschen
und Schokolade. |
Dienstag, 08. Februar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
FASNACHT IN PFAHLHEIM / Narren und Fasnachter wurden von der Sonne verwöhnt
Rambazamba im Ellwanger Osten
Das Pfahlheimer "ORGA-Team" hat mal wieder ganze Arbeit geleistet:
Knapp 100 Gruppen mit gut 2000 Akteuren machten beim Pfahlheimer Faschingsumzug
mit - entweder zu Fuß oder mit teilweise aufwendig gestalteten Wagen.
ELLWANGEN-PFAHLHEIM Warum durften im Gegensatz zu vielen anderen Faschingsumzügen
in der Region die Teilnehmer gestern in Pfahlheim bei strahlendem Sonnenschein
durch das Dorf ziehen? Haben die Pfahlheimer etwa doch die besseren Organisatoren?
Oder sollte damit die Idee, den Umzug vom Faschingsdienstag auf den Montag zu
legen, bestätigt werden? Der Zuschauerrekord vom letzten Jahr wurde jedenfalls überboten. |
Neben den örtlichen Vereinen, die alle mitmarschierten, waren auch
die Männer der NaPo dabei und führten ehrenhalber den Umzug
an. Als Zuschauer hatten sie gleich Bürgermeister Karl Bux und einige
seiner Amtsleiter sowie die Citymanagerin mitgebracht.
Neben den Röhlinger Sechtanarren, die sich für den Pfahlheimer
Auftritt bei ihrem Umzug mit einem Gegenbesuch revanchierten, begrüßte
Moderator Eugen Feil dutzende Faschingsfreunde und Narrenzünfte
mit deren jeweiligen Schlachtrufen.
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Die Röhlinger Mittwochsturner-Hexen.
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Auch die Große Garde der Faschingsfreunde
Kösingen wirbelte
mit. |
Dienstag, 07. Februar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
RÖHLINGER FASCHINGSUMZUG
2000 Akteure an der Sechta
Über 100 Gruppen und 2000 Akteure lockten gestern knapp 10 000 Zuschauer
nach Röhlingen. Der Umzug, den die Sechtanarren (RöSeNa) nur alle fünf
Jahre organisieren, lockt von Mal zu Mal mehr Fasnachter in die Narrenhochburg.
Angeführt von der NaPo und dem Röhlinger Musikverein, bahnten sich
die Narrengruppen der Sechtanarren den Weg durchs Dorf, gefolgt von knapp einem
Dutzend weiterer Röhlinger Gruppen. |
Mit dabei
waren natürlich wieder die befreundeten Faschingszünfte,
die, beginnend von Herlikofen über Reichenbach und Waldhausen bis
nach Kösingen und Stödtlen, quasi auf der ganzen Ostalb beheimatet
sind. Diese Vereinigungen marschierten mit ihren Garden und Maskengruppen
mit, während die dazugehörenden Elferräte und Prinzenpaare
von den monströsen Umzugswagen grüßten. Für den
richtigen Ton sorgten neben den Musikvereinen aus Dalkingen, Pfahlheim
und Rindelbach auch Guggenmusiken wie die Molgabach Gugga. Auch die jungen
Akteure aus den Bauwagen, Hütten und sonstigen Vereinigungen, wie
beispielsweise die Zöbinger Landjugend, hatten sich wieder tolle
und teils ausgefallene Themen gewählt, Kostüme geschneidert
und Wagen gezimmert. Da waren die streng gekleideten Tannhäuser
Musterschüler, die Blechbüchsen-Armee aus Mombasa (oder Pfahlheim?),
Stödtlener Eisbären und Zipplinger Piraten. Auch Zwerge aus
Munzingen, die aus Schubkarren Sägemehl unter die Leute brachten,
waren extra aus dem benachbarten Bayern gekommen. Die anschließende
Faschingsparty in der Sechtahalle dauerte bis... wer weiß das schon.
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Schöne Rokokodamen (FCV) waren in Röhlingen
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ebenso
zu sehen wir römische Legionäre und Edelleute.
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Freitag, 04. Februar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
RÖHLINGER FASNACHT / Die Rösena heizten dem Oberbürgermeister
bei ihrer Prunksitzung ganz schön ein
Super-Stimmung am Sechtastrand
In der ausverkauften Sechtahalle empfing Rösena-Präsident Kurt Schlosser
zur ersten Prunksitzung am Mittwoch neben vielen Repräsentanten der umliegenden
Fasnachtsvereine auch den Oberbürgermeister Karl Hilsenbek. Die Sechtanarren
nahmen das Stadtoberhaupt im Laufe des Abends ordentlich auf die Schippe. |

Ein
Bild für Götter:
Gemeinderat Walter Schlotter
als "Siegfried".
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Die Jugendgarde als "Crazy Cats". |
ELLWANGEN-RÖHLINGEN Ihren ersten Auftritt
bei einer richtigen Prunksitzung brachte die Minigarde mit Bravour auf
die Bühne. Angeleitet von Karin Berner, Gabi Grundler und Karin Scheibli
zeigten die Mädchen einen Gardetanz, der sich gewaschen hat.
Michael und Sonja, das Prinzenpaar, war vom "Wilden Heer" in Sänften
auf die Bühne getragen worden. In ihrer Proklamation gaben die beiden einige
umwälzende Anordnungen bekannt. Unter anderem wird über die Fasnachtstage
in Röhlingen eine Fahrzeugmaut erhoben. Die "Tolle Kollekte" kommt
den Rösena zugute. Der Gardetanz der Jugendgarde, von Nadine Schlosser,
Simone Rupp und Monika Brenner einstudiert, bewies einmal mehr das hohe Niveau
der Röhlinger-Tanzgruppen. Marina Kurz ist bei den Rösena mit 16 Jahren
das jüngste Talent in der Bütt. Als "Faschingsmuffel" rechnete
sie bravourös mit dem "albernen Narrengetue" ab: "Röhlinger
Prunksitzunga seiad die beste im Ostalbkreis, ja wer verzehlt denn so an Scheiß!"
Den "Spirit of Mexico" verbreiteten die Senoritas der 1. Garde mit
prächtigen Kleidern und südländischem Temperament. Tina Schlotter
hat den tollen Showtanz einstudiert, Klaus Böhm begleitete auf der Gitarre.
Ursula und Franz Uhl gaben als "Männerexpertin und ihr Moa" Geschlechterkunde:
Die Männer "wia a Korb Fallobst, so faul ond so weich" und "Die
Hupe, die ist leicht beschreiblich, die macht Krach, ist also weiblich". |
Mit neuen
Kostümen in rotweiß legte
die Prinzengarde ihren Gardetanz professionell auf die Bühne (Leitung
Ulli Jotz und Tanja Higler). Die Schneiderin Uli Kertsch hat wochenlang
gearbeitet, "das Ergebnis trieb unserem Kassier das Wasser in die
Augen", versicherte Franz Schwarz, der mit Peter Bauer souverän
durch das Programm führte.
Als "König Herakles" machte sich Josef Sinder in der Bütt
seinen Reim auf das bundespolitische Geschehen. Sadistische Feldwebel, Trainersuche
des DFB ("Klinsi spuckt keiner in die Suppe, denn sie gewinnt, die Krabbelgruppe!")
oder der Charme von Angela Merkel, Zeus kommentierte mit Blitz und Donner. " Crazy
Cats" war der Showtanz der Jugendgarde, Schmusekätzchen mit Biss! Vier
Damen vom Liederkranz (Gisela Grundler, Gisela Hipp, Anneliese Abele und Sabine
Hipp, begleitet von Johannes Bolzinger) berichteten singenderweise von den Freuden
ihrer Kaffeefahrten und den Leiden ihrer Männer, wenn sie die Einkäufe
sehen.
Der Musikverein spielte unter der Leitung von Alfons Lindmayer den "Holzmichel" wieder
lebendig bevor mit Walter Schlotter als Siegfried und Beate Rathgeb als Brunhilde
die Nibelungen dämmerten. Aus anfänglicher Abneigung ("Gäbs
nur so Weiber wia dia selle, verstünde ich den Westerwelle") wird dank
der Tarnkappe schnell Zuneigung ("an neier Huat, du altes Haus, holt aus
ra Frau des letzte raus"). |

Ursula und Franz Uhl zeigten
als "Männerexpertin und ihr Moa"
die
gewissen Unterschiede
zwischen Männlein und Weiblein auf.
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"Its Showtime": Der Showtanz der Prinzengarde war echte Spitzenklasse. |
Die Prinzengarde zauberte bei ihrem Showtanz "It's Showtime" im
Look von Marlene Dietrich die Atmosphäre der 42nd Street auf die Bühne.
Lisa Bühler, Franz Rieger und Manuela Huppenberger nahmen als Urlauber
in "Ein
Schiff wird kommen" unter anderem die Kommunalpolitik aufs Korn. Thema
Nummer eins: natürlich die städtische Sparpolitik. Da bekamen die
Gemeinderäte und der Oberbürgermeister ("Knochenkarle")
ihre Fett ab.
" Trotz körperlicher Übermasse sind diese Männer Spitzenklasse",
kündigte Franz Schwarz das Männerballett an. Trainiert von den "Dompteusen" Silvia
Schmid und Alexandra Schlosser brachten die Herren in betörenden Kostümen
mit Gästen wie Jopi Heesters und Louis Armstrong den Saal zum Kochen. Ein
gefeiertes Gastspiel gab die Klothilde (Inge Brenner) aus Waldhasien: Sie
empfahl dem OB unter anderem neuartige Schuhe, die vorn die Absätze
haben: "Mit denen gehts immer bergauf". |
Ihren letzten Tanz zeigte die 1. Garde. 14 Jahre haben
die jungen Frauen bei den Rösena die Beine geschwungen, jetzt setzen Schule-Studium-Beruf
diesem ein Ende. "Wir werden euch vermissen", das galt nicht
nur für die rund 150 Aktiven der Punksitzung, sondern auch für
das Publikum, das die Garde und ihre Betreuerin Tina Schlotter mit stehenden
Ovationen verabschiedete.
Manuel Schlotter und Tobias Landkammer, unterstützt von der Sitzungskapelle "Tonics",
besangen in der Schnitzelbank Missgeschicke, die einigen Röhlingern 2004
wiederfuhren und dann war die Prunksitzung zum allgemeinen Bedauern auch schon
wieder zu Ende. Weitere Sitzungen sind heute und morgen. Nur: Karten gibt es
keine mehr. |

Die 1. Garde bei ihrem letzten Tanz (linkes Bild): Die jungen Frauen,
die 14 Jahre
bei den Rösena wirbelten, wurden mit stehendem
Applaus verabschiedet.
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Montag, 31. Januar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
PRUNKSITZUNG / Fasching auf hohem Niveau bietet die AFZ in der 26. Auflage
Auf den Humor der Schwaben setzen
Was wäre die Welt ohne Humor, und die Aalener Faschings-Szene ohne die Prunksitzung
der Fasnachtszunft?! Gepflegte Stimmung, zeitkritische Bütten, die humorvoll
nachdenklich machen. Eine Art zu feiern und zu lachen, die den Blick über
den eigenen Gartenzaun hinaus in Politik und Gesellschaft lenkt, gewürzt
mit den Prisen der schönen Dinge des Lebens, Musik und Tanz.
AALEN "Da hilft kein Jammern und kein Klagen, nur mit Humor kann man's
ertragen", findet Professor Dr. Dr. Ekberg Hering als der "Deutsche
Michel" und rettet sich mit diesem Wahlspruch über Naturkatastrophen,
Kriege und sinnlose Waffengewalt. Der "Michel" hat Ratschläge
für Putin, den neuen Zar Russlands, und für Schröder, dem
er das Rückgrat für Reformen wünscht. Und weil es in Deutschland
wirtschaftlich so schlecht vorangeht, könne man schließlich auf
die Schwaben hoffen. Köhler, Klinsmann, Kauder, nicht zuletzt im Schillerjahr
2005.
Auf den Humor der Schwaben setzten auch die Zunftheuler der AFZ. "Menschen,
die fröhlich zu leben verstehn, das macht uns Schwaben so schön",
trällern die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von
Sonja Gottwald. Denn auf ihrer Seereise erleben sie als Matrosen singend
die schwarzen Schafe und die wackeligen Fassaden von Glanz, Glamour und Sternchen.
Diese Lichtfünkchen suchen vergeblich die "Läschtermäuler" auf
ihrem Weg "Quer durch d'Stadt". Eher rätseln sie über
die Ära "Nach Pfeifle" in den Gemeinderatssitzungen: "Entschieda
wird nix ond dr Rehm stenkert rom", meinen die fünf Damen um Gerlinde
Thalheimer und bringen die städtische Finanzlage auf den Punkt: "Über
Geld spricht mr net, des hot mr, sagt dr Doktor Schwerdtner".
Beliebtes Thema in den Bütten ist an diesem Abend der neue Gmünder
Torplatz. "Wär doch des liabr a Baustell' blieba", überlegt "Taxifahrer" Horst
Aipperspach. Zwar seien dem Steinbach hier grobe Kunstfehler unterlaufen,
doch sei er zumindest als Verkehrssünder eine sichere Einnahmequelle
für den städtischen Finanzsäckel. Und eins ist für den
Taxifahrer sicher: "Dr Steinbach baut sich en sai Haus zwoi Kroisel
nai, seither isch dia Wohnung ampelfrei". Als friedliebender Nachbar
geht Aippersbach ein zweites Mal gekonnt in die Bütt' und Hans Kinzler
als "Dr Hans vom Heisenberg", der über die gute alte Zeit
und die Verwendung von Piercings als Kuhring etwas zu sagen hat.
Unter dem gestrengen Blick der Aalener Meckergoiß und dem gut gelaunten
Elferrat mit seinem Präsidenten Roland Fürst spielen sich dazwischen
in tollen Formationen die Showeinlagen der AFZ-Garden ab. Klasse
Effekte durch tolle Kostüme bietet die Prinzengarde der Röhlinger Sechta-Narren
mit ihrem Tanz "Showtime". Die bringen auch das gemischte Ballett
mit dem "Alpenrap" und das Männerballett mit "Wicki",
der sich, die Nase reibend, in der Idee der Verbrüderung mit den Feinden
tanzend sonnt.
Die fünf Paare der Rock'n'Roll-Gruppe "Tapsi Törtels" aus
Böbingen wirbeln schwerelos und rhythmisch mit kühnen Flugelementen über
die Stadthallen-Bühne. Und während die Musik der Partyband "Voyage" und
die dröhnenden Trompeten der Guggen von den "Gmendr Altstadtfägern" die
Fasnacht zelebrieren, wird die Bühne beim großen Finale zum lebendig-glitzernden
Farbkaleidoskop. |

In äußerst schunkliger Laune waren
die Gäste in der
nahezu ausverkauften Aalener Stadthalle.
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Der Präsident der Aalener Fasnachtszunft
Roland Fürst eröffnete -
umringt von den Meckergoißen -
die 26. Prunksitzung.
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Montag, 31.Januar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
Fasching ohne Ende
Der Fasching
wird die SchwäPo in dieser Woche mächtig beschäftigen. So
laden die Röhlinger Sechtanarren am Mittwoch um 19 Uhr zur ersten
Prunksitzung in die Sechtahalle ein. Am Donnerstag geht's in Ellwangen
weiter: um 17 Uhr wird am Fuchseck der Narrenbaum aufgestellt. Am gleichen
Tag, gegen 19.45 Uhr, gibt es auf dem Marktplatz ein Monster-Guggen-Konzert.
In der Pfahlheimer Kastellhalle steigt ebenfalls am Donnerstagabend ein
großer Faschingsball. |
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Montag,
17.Januar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
RÖHLINGER SECHTANARREN / Narrenbaum läutet fünfte Jahreszeit
ein
Großes Rätselraten: Wer kommt vors Narrengericht?
Das "Wilde Heer" der Röhlinger Sechtanarren hat mit dem
Aufstellen des Narrenbaumes an der Röhlinger Sechta die fünfte
Jahreszeit eröffnet. Zahlreiche befreundete Narren und Besucher wohnten
dem Spektakel bei und feierten anschließend im Narrenstall gemeinsam
mit den Narren den Auftakt der Röhlinger Faschingssaison.
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Mit einem Pferdegespann zogen die Sechtanarren
durch das Dorf, bevor sie am Feuerwehrmagazin den
Narrenbaum aufstellten. |
RÖHLINGEN Bereits das
achte Mal in Folge hat am Samstagabend das "Wilde Heer" der
Röhlinger Sechtanarren (RöSeNa) am Feuerwehrmagazin den Narrenbaum
aufgestellt. Insgesamt über 300 große und kleine Narren und
Besucher waren gekommen, um das Spektakel mitzuerleben.
Die Sechtanarren, ihre Gäste der Ellwanger Faschingszünfte sowie ihre
kostümierten Faschingsfreunde aus Pfahlheim und Stödtlen hatten sich
auf dem Rathausplatz formiert. Mit einem Fackelumzug marschierten sie zum Feuerwehrmagazin.
Vornweg zogen zwei Rösser ein Gespann mit dem Narrenbaum, dem nachfolgenden "Wilden
Heer" folgten die Mini- und die Kindergarde und der Elferrat der RöSeNa.
Den Abschluss bildeten die mit Kutten verkleidete Musikgruppe des Musikvereins
und die Stödtlener "Molgebach-Gugga".
An den Straßen standen die teilweise ebenfalls kostümierten Dorfbewohner,
die die Narren mit ihrem Applaus willkommen hießen, und sich ebenfalls
in den Fackelzug einreihten. Auch beim Feuermagazin wurde die Narrenschar bereits
sehnlichst von einer großen Ansammlung von Narren und Nichtkostümierten
aus der ganzen Umgebung erwartet. Hatten sich die Narren bei den tagelangen Vorbereitungen
- wie zu erfahren war - nicht nur blaue Finger geholt, ging das Aufstellen des
Baumes, welches mit einem Kran erfolgte, in wenigen Minuten und reibungslos über
die Bühne. |
Peter
Bauer, der Maskenmeister des Wilden Heeres, läutete dann in Versform
die diesjährige Röhlinger Fastnacht ein. Bauer zog eine Parallele
zwischen dem Narrenbaum und dem Stecken, dem Erkennungszeichen der "Wilden",
bevor er auf die an dem Baumstamm angebrachten Bilder aufmerksam machte.
Diese vier Symbole würden für die Personen stehen, die am
Faschingsdienstag beim Narrengericht angeklagt werden, regte Bauer
zum Raten an.
Angeführt von den "Molgebach-Gugga", zogen die Hästräger
und Nichtnarren anschließend in den Narrenstall, dem Sitz der RöSeNa.
Dort hatten alle die Gelegenheit sich mit einer Narrensuppe nach den Strapazen
des Tages zu stärken, bevor sie den Auftakt der diesjährigen Faschingssaison
bis weit nach Mitternacht feierten.
Den Wanderpokal des erstmals ausgeführten Karaokewettbewerbes holte sich
das Röhlinger Männerballett, das Gewinnerlos bei der Verlosung des
Narrenbaumes zog Karin Abele. Bis der Baum am Aschermittwoch gefällt wird
und die mächtige Wurzel wohl ihren Vorgarten zieren wird, können
sich neben den Dorfbewohnern auch alle Durchreisenden an dem Anblick des Narrenbaumes
erfreuen und miträtseln, wer vors Narrengericht kommt.
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Montag,
17.Januar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
NACHTUMZUG WALDHAUSEN / 12 000 Zuschauer bei der ersten Großveranstaltung
der närrischen Region
Hexen, Rechen, Riesenratschen
Der erste große Umzug der Region fand nächtens statt.
Nach Waldhausen kamen am Freitagabend 12 000 Menschen, um den all zwei Jahre
hier veranstalteten
Nachtumzug zu sehen.
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Nüsse statt Bonbons. Auch die Härtsfeldnarren Neresheim waren
mit
von der Partie.
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AALEN-WALDHAUSEN Kurz nach 18 Uhr war das Dorf
zu und die Regler einiger Disco-Anlagen an den Straßen offen: Auftakt zum Nachtumzug
der Narren in Aalens höchstem Ortsteil Waldhausen. Der Ortskern ist
für die Durchfahrt gesperrt, auf den Zufahrtstraßen werden Autos
und Busse geparkt. 1500 aktive Narren kommen, 12 000 Zuschauer, sehr viele
junge Leute darunter, die schon in reichlich fröhlicher Stimmung anreisen.
Am Umzugsweg werden kleine blaublinkende Plastikstäbe zu verkauft
zu drei Euro das Stück, Kinder zahlen keinen Kostenbeitrag für
diesen ersten Höhepunkt der regionalen Karnevalssession, veranstaltet
von der Narrenzunft Waldhausen.
Es dauert, bis die vierzig teilnehmenden Gruppen aufgestellt sind, um 19.30
Uhr hat Otto Brenner, Elferratspräsident der Narrenzunft, den Zug
in Bewegung gebracht. Vorneweg der Waldhauser Musikverein, dahinter die
Honoratioren der Narrenzunft bis auf ihren Präsidenten Stefan Baumann,
der vom Elferratwagen am Waldhauser Rathaus den Umzug kommentiert, jede
der 40 Gruppen individuell annonciert und bei 39 der Gruppen auch deren
Narrengruß kennt vom heimischen "Wald-Has" bis zum "Heilix
Blechle - Heidenai" der Pfahlheimer Narren.
Die Musikgruppen sind vergleichsweise rar in diesem Zug. Am gleichen Abend
ein Guggenmusiktreffen und die engen Termine der kurzen Session mögen
der Grund sein. Um so mehr machen die Waldhauser Notenfurzer prima Stimmung.
Die Band entwickelt sich vom unbekümmerten Haudrauf-Guggenlärm
zur semiprofessionellen Marsch- und Showband. Auf diesem Weg ist sie ein
prächtiges Stück vorangekommen, seit die über 50 Männer,
Frauen und Kinder gleich nach den Sommerferien mit der Probenarbeit begonnen
haben. |
Insgesamt ist der Nachtumzug 2005 kleiner. Das tut gut. Die Gruppen haben Zeit
für ihren Schabernack, für die einstudierten Wendungen und Drehs. In
Waldhausen ist die Organisation zurückhaltend, Absperrungen und Ordner gibt"s
kaum, Publikum und Häsgruppen agieren gemeinsam, vielleicht manchmal zu
stürmisch, wenn den Hexen in den Bonbon-Beutel gegriffen und der Gardemarsch
durch biermutige Halbstarke gestört wird. Die kleinen Vorfälle tun
der guten Stimmung nichts, man freut sich am unbeschwerten Narrenkrach und den
bunten Bild der Gruppen mit ihren Besen, Rechen und Riesenratschen wie alle Jahre
bei den Umzügen der Ostalbfasnacht.
Nach zwei Stunden hat mit den Ko Lei Krachern aus Abtsgmünd die letzte Gruppe
das Ortszentrum bei "Fässle" und Rathaus passiert. Wenig später
ist das riesige Festzelt an der Grundschule voll, der Platz davor auch. Das Brillantfeuerwerk
ist schön wie selten am sternenklaren Nachthimmel an diesem bitterkalten
Abend.
www.svwaldhausen.de und www.notenfurzer.de |

Zwei Stunden lang gab´s närrisches Treiben beim
6. Waldhäuser
Nachtumzug.
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Prächtige Stimmung - nicht nur bei diesen drei Damen.
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Donnerstag,
13.Januar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
Narrenbaum wartet
ELLWANGEN-RÖHLINGEN Das "Wilde Heer" der Röhlinger
Sechtanarren stellt am Samstag, 15. Januar, in Röhlingen den Narrenbaum
auf. Um 19 Uhr wird der Baum vom Rathausplatz mit einem Pferdegespann
zum Platz vor dem Feuerwehrhaus gebracht. Dort wird der Baum aufgestellt.
Anschließend lädt das "Wilde Heer" zur Narrenbaumparty.
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Donnerstag, 13. Januar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
NACHTUMZUG / In der sechsten Auflage des Gaudiwurms der Narrenzunft Waldhausen
sind morgen rund 50 Gruppen mit dabei
Gaudispektakel und Hexentanz in "Waldhasien"
Beim Nachtumzug am morgigen Freitag ist ganz Waldhausen in Party-Stimmung.
Rund 50 Gruppen von der Ostalb bis zum Bodensee werden sich in den Gaudiwurm
der Kreativgestalten einreihen, der um 19 Uhr in der Albstraße startet. |

Tausende säumten auch vor zwei Jahren die
Deutschordenstraße in Waldhausen
beim Nachtumzug.
50 Gruppen aus ganz Süddeutschland und der Schweiz
sind
auch am morgigen Freitag mit dabei.
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AALEN-WALDHAUSEN "Der
Nachtumzug ist eine Erfolgsstory, die allerdings nur gelingt, weil
viele fleißige Hände der Abteilung und des gesamten Sportvereins
helfen und ineinander greifen", erklärt Faschingspräsident
Stefan Baumann. Man habe jene Erfolgsnische gefunden, die mit optischen
Finessen und Ausstrahlung reich gesegnet sei.
Der ehemalige Faschingspräsident Bernhard Dambacher läutete 1996 die
Erfolgsgeschichte des Nachtumzugs ein und fast 10 000 Besucher aus dem Ostalbkreis
und weit darüber hinaus strömten nach "Waldhasien". Ein Jahr
später entschloss man sich zur Dauereinrichtung. "Wir wollten die Idee
allerdings nicht tot reiten und - nicht zuletzt auch wegen des enormen Organisations-
und Personalaufwands - fand man zum zweijährigen Turnus", so der Faschingspräsident.
Auch in
diesem Jahr wird ein "Blinker" als Eintrittsbillett an die Gäste
aus nah und fern verkauft und die Faschingshungrigen werden wieder dicht
an dicht an der Deutschordenstraße stehen, Glühwein, Hasentröpfle
oder Feuerwasser genießen und den Guggen, Hästrägern, Prinzenpaaren,
Schlutten und Gardemädchen zujubeln. "Immer hatten wir mit dem
Wetter Glück", meint Stefan Baumann. |
Über Zulauf konnten sich die Verantwortlichen auch bei der sechsten Auflage
nicht beklagen. Die Zünfte aus der Gegend sind alle da und bei den überregionalen
Gästen geht es ins Oberschwäbische und bis an den Bodensee. Für
ein besonderes Highlight haben die hauseigenen Notenfurzer gesorgt, die übers
Internet die gleichnamige schweizerische Musikgruppe "Notefurzer" aus
Hinwil kennen gelernt haben. Dem Erstkontakt in der Schweiz folgt nun der Gegenbesuch
zum Nachtumzug.
Die rund 150 Mitglieder der Narrenzunft-Abteilung des SV Waldhausen werden alle
mit der Organisation und Ausführung befasst sein. "Der ganze Verein
ist auf den Beinen, um irgendwo zu helfen", berichtet der Faschingspräsident. "Besonders
toll" findet er, dass die gesamte Ortschaft hinter der Idee stehe. "Viele
helfen uns mit Strom aus, damit unsere Scheinwerfer die Strecke beleuchten können.
Die Freude teilt auch das Prinzenpaar Stefanie I. und Christian I., die nach
dem Umzug mit dem närrisch gestimmten Volk im 3000 Personen fassenden Festzelt
bei der Gemeindehalle feiern wollen. Einen optischen Akzent wird das facettenreiche
Brillantfeuerwerk setzen. |
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Mittwoch,
12. Januar 2005 - SCHWÄBISCHE
POST
RÖHLINGER SECHTA NARREN / "Wildes
Heer" startet in die achte Fasnachts-Saison
Michael und Sonja auf dem Thron
Das "Wilde Heer" der Röhlinger-Sechta-Narren startet in
die achte Saison und das mit einem Prinzenpaar aus den eigenen Reihen.
Das Maskenabstauben wurde mit der Taufe der Neumitglieder eröffnet.
ELLWANGEN-RÖHLINGEN Das ganze "Wilde Heer" der RöSeNa
versammelte sich zur Taufe der neun Neumitglieder an der Sechta, wo bei
Lagerfeuerschein die Sage vom Grünen Jäger und dem Wilden Heer
vorgelesen wurde. Nachdem die Neuen den Narrenspruch des Wilden Heeres
aufgesagt hatten, wurden sie mit Sechtawasser von ihren jeweiligen Paten
getauft. Im Anschluss an die Taufe wurden vom Maskenmeister die Masken
abgestaubt und den Trägern mit den besten Wünschen für eine "glückselige
Fasnet" übergeben.
Danach fand im Narrenstall die Mitgliederversammlung statt. Maskenmeister
Peter Bauer begrüßte den Präsidenten Kurt Schlosser und
alle Mitglieder. Der RöSeNa-Präsident sprach Grußworte
und dankte allen für ihre geleisteten Arbeitseinsätze. Peter
Bauer hielt einen Rückblick auf die vergangene Saison und einen Ausblick
auf das Programm der Faschingssaison 2005. Höhepunkte werden die Aufstellung
des Narrenbaumes am 15. Januar, die Teilnahme an neun Umzügen und
das alljährliche Narrengericht sein.
Dann kam die Überraschung des Tages, es wurde für alle unerwarteterweise
das neue Prinzenpaar vorgestellt. Die beiden Hochzeitslader (Walter Schlotter
und Fritz Riethmüller) gaben bekannt: Das Prinzenpaar 2005 sind Prinz
Michael und Prinzessin Sonja. Michael und Sonja Walter sind seit dem Jahre
2000 aktive Mitglieder des Wilden Heeres. Bei ihrer Inthronisation überreichte
ihnen das bisherige Prinzenpaar Franz III. und Anita II. das Zepter mit
den besten Wünschen für die anstehende Saison. |

Die Hochzeitslader mit dem alten
und neuen Prinzenpaar:
(von links) Walter Schlotter, Sonja I., Michael
I., Franz III., Anita II. und Fritz Riethmüller. |
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Dienstag,
16. November 2004 - SCHWÄBISCHE
POST
RÖHLINGER SECHTANARREN / Narren
eröffnen Faschingssaison im Sechtatal
Samba im herbstlichen Sechtatal
Den diesjährigen Faschingsauftakt feierten die Röhlinger Sechta-Narren
(RöSeNa) zwei Tage lang mit einem Sektempfang, dem traditionellen
Kuttelessen und einer Eröffnungsparty nach dem Motto "Samba an
der Sechta". |

Nach dem Motto "Samba an der Sechta" holten
die
Röhlinger Sechta-Narren erneut karibisches Flair in die
Sechtahalle. |
ELLWANGEN-RÖHLINGEN Mit
einem Sektempfang haben die Mitglieder der RöSeNa pünktlich
am 11.11. um 11.11 Uhr im Sechtatal die Faschingssaison 2004/05 eröffnet.
Wie gewohnt stärkten sie sich anschließend bei einem Kuttelessen
im "Grünen Baum" für die anstehende, närrische
Zeit.
Bei der Faschingseröffnungsparty feierten die Röhlinger Narren am darauffolgenden
Abend weiter. Unter dem Motto "Samba an der Sechta" holten die RöSeNa
ihre Sommerkostüme aus dem Fundus und brachten mit diesen eine karibische
Stimmung in die Sechtahalle. In der Bar mixten "Hawaii-girls" leckere
Cocktails, an der Flirttheke konnten nicht nur die Singles bei "Küsschen" und "Quicky" flirten
und sich näher kennen lernen.
Unter den Gästen waren auch befreundete Narren aus Pfahlheim und Stödtlen
sowie zahlreiche "Unkostümierte", die einfach nur feiern und
tanzen wollten. |
Hierfür stand die Band "The candy's" auf
der Bühne. Ihr weitgefächertes Repertoire reichte von den Oldies
aus den Siebzigern über die Rockklassiker bis hin zu den aktuellen
Hits aus den Charts. Passend zum Faschingsauftakt spielte das Trio auch
die bekannten Faschings- und Stimmungslieder, bei denen die Partygäste
alsbald zu schunkeln begannen und in einer Polonäse durch die Halle
marschierten.
Als sich das Musiktrio weit nach Mitternacht traditionell mit "Country
roads" verabschieden wollte, forderte die Faschingsgesellschaft lautstark
eine Zugabe. Diesem Wunsch kamen die Musiker gerne nach. Bei den zum Abschluss
gespielten Faschingshits füllte sich erneut die Tanzfläche. |
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Dienstag, 18.
Mai 2004 - SCHWÄBISCHE POST
RÖHLINGER SECHTA-NARREN / Mitgliederversammlung
Ereignisreiches Jahr
In der Mitgliederversammlung der Röhlinger Sechta Narren (RöSeNa)
berichtete Präsident Kurt Schlosser von einem sehr erfolgreichen und
aktiven Jahr.
ELLWANEN-RÖHLINGEN Kurt Schlosser erinnerte besonders an das
33. Jubiläum, die Brasil-Nacht und den Sommerumzug sowie die Teilnahme
an vielen Umzügen und Veranstaltungen.
Es wurde deutlich, dass nur durch den durchweg guten Zusammenhalt der einzelnen
Guppen eine solche harmonische Zusammenarbeit in allen Bereichen möglich
ist. Voller Stolz teilte Kurt Schlosser mit, dass die RöSeNa inzwischen
(über) 375 Mitglieder hat, was auch mit auf die neue Gruppe, die "Sechtafeger"
zurückzuführen sei.
In seinem Rückblick auf die vergangenen vier Jahre seiner Amtszeit
konnte Schlosser auf einige große Aktivitäten verweisen wie den
Bau des Übungsraumes im Narrenstall, den des Narrenwagens und die Organisation
der dritten Prunksitzung.
Maskenmeister Peter Bauer berichtete von einem regen Abteilungsleben des
"Wilden Heeres". Vom Männerballett konnte Franz Grundler
ähnliches sagen, wobei hier ganz besonders der Auftritt bei der Fernsehprunksitzung
in Esslingen-Zell zu erwähnen war.
Bei den anschließenden Wahlen wurde Kurt Schlosser in seinem Amt einstimmig
bestätigt, ebenso der Kassierer Christian Abele und die Elferräte
Rainer Abele, Lothar Baumgartner, Stefan Gerold, Alfred Hauber, Peter Hipp
und Helmut Kettner. |